Aufritt der Grauen Wlfe in Ebersbach verhindert Integrationsbemhung und zeigt ein falsches Demokratieverstndnis. Keine Vereinigung, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird, darf eine ffentliche Plattform bekommen.
Das am 19. Januar als Konzertveranstaltung getarnte Regionaltreffen der "Almanya Demokratik lkc Trk Dernekleri Federasyonu" (Frderation der Trkisch-Demokratischen Idealistenvereine in Deutschland, ADTDF) muss seitens der Stadt Ebersbach und deren Verantwortlichen in der Politik abgesagt werden, fordert die Jungen Union im Kreis Gppingen und der Junge Union Gebietsverband Unteres Filstal.
Der ADTDF ist eine vom Verfassungsschutz beobachtete Vereinigung. Die Grauen Wlfe sind totalitr, demokratiefeindlich und stehen unserer Verfassung feindlich gegenber. Ihr selbstauferlegtes Ziel ist es, alle Turkvlker vom Balkan bis Zentralasien zu einem grotrkischen Reich zu vereinigen, das nach einem Fhrer ruft. Sie diskriminieren Minderheiten und hetzen gegen Andersdenkende, erklren die Sprecherin fr Integration der Jungen Union im Kreis, Anja Heinig und der JU-Kreisvorsitzende Simon Weienfels am heutigen Donnerstag.
Die Jungunionisten warnen davor, dass solche als Konzerte getarnte ffentliche Auftritte dazu dienen, Parallelgesellschaften zu schaffen. Hassprediger und vom Verfassungsschutz beobachtete Organisationen drften keinen Zuspruch in unserer freiheitlichen demokratischen Gesellschaft erlangen. Ihnen darf keine Plattform zur Darstellung ihrer fanatischen, ideologischen Gesinnung gegeben werden. Alle Bemhungen der integrationswilligen Migranten als auch die Bestrebungen der Stadt Ebersbach in Sachen Integration werden damit mit Fen getreten, so die JU weiter.
Unsere Pflicht als demokratische Jugendorganisation ist es, zu verhindern, dass durch Auftritte von Vereinigungen wie der ADTDF dieses Gedankengut salonfhig gemacht wird. Wir fordern entsprechende flchendeckende Aufklrungsarbeit ber die Ziele, Intentionen und die dahintersteckenden fanatischen Ideologien., sagt der Vorsitzende der Jungen Union im Unteren Filstal Nicolay Kbler. Erschreckend hierbei ist aus Sicht der JU, wie schnell sich die Grauen Wlfe innerhalb Baden-Wrttembergs ausbreiten, ffentlich wie auch im Internet. In Foren, Chats und auf sozialen Netzwerken wird in vlkerverhetzender Weise zu Krperverletzung, Mord und Lynchjustiz aufgerufen.
Die Jungen Union fordert daher alle demokratischen Parteien auf, sich gegen die in Ebersbach angesetzte Veranstaltung zu wehren, denn die gemeinsame Aufgabe msse sein, radikale Krfte zu bekmpfen und ihnen kein Podium zu bieten. Radikale Gruppierungen drfen nicht verharmlost werden und mssen deutlich benannt werden, denn sonst werden all diejenigen Migranten, die ehrlich bemht sind sich hier zu integrieren und einen Beitrag fr unsere freiheitlich demokratische Gesellschaft leisten, diffamiert, erklrt das Ebersbacher JU-Kreisvorstandsmitglied Anja Heinig.
Heinig, Kbler und Weienfels abschlieend zu den Grundwerten der JU: Wir als Junge Union stehen allen Konfessionen offen gegenber und sind im stndigen Austausch mit ihnen. Grundlage unseres Zusammenlebens ist aber die freiheitlich-demokratische Grundordnung unseres Staates. Es muss ein offener Dialog gefhrt werden, in dem klar aufgezeigt wird, dass die menschenfeindliche Hetze der ADTDF und ihrer Anhnger keinen Platz in unserer Gesellschaft hat.